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U17-Juniorinnen sind Deutscher Futsalmeister

U23 landet auf Platz 5:

Mo, 24. März 2025
U17-Juniorinnen sind Deutscher Futsalmeister

Die U17-Juniorinnen des 1. FC Union Berlin haben am vergangenen Wochenende erstmals die Deutsche Meisterschaft im Futsal gewonnen. Bei der Endrunde in Duisburg setzten sich die Köpenickerinnen im Finale mit 2:1 gegen den Hamburger SV durch. Auch die U23-Frauenmannschaft qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft und belegte am Ende den fünften Platz.

U17-Juniorinnen mit weiterem Höhepunkt in grandioser Saison

Zwei Wochen nach dem Halbfinaleinzug im DFB-Pokal der Juniorinnen gegen Bayer 04 Leverkusen (3:0) trat die U17 nach dem erfolgreichen Abschneiden bei der BFV- und NOFV-Hallenmeisterschaft nun bei der Deutschen Meisterschaft im Futsal an. Am Sonnabend traf die Mannschaft in der Gruppenphase zunächst auf Borussia Mönchengladbach und den Hamburger SV.

1. Gruppenspiel: 1. FC Union Berlin – Borussia Mönchengladbach 1:0

Eine kluge Freistoßkombination führte im Auftaktspiel gegen Gladbach zum verdienten Sieg. Insgesamt bestimmten die Köpenickerinnen über weite Strecken das Spielgeschehen, ließen jedoch einige hochkarätige Chancen ungenutzt. So konnte etwa in einer Situation der Ball aus zwei Metern nicht im leeren Tor untergebracht werden. Bei einem Freistoß zeigten sich die Unionerinnen jedoch sehr clever: Der Ball wurde an der Mauer vorbei gespielt, woraufhin ein zweiter Pass direkt ins Zentrum folgte, wo Amina Charifi vier Minuten vor dem Schlusspfiff zum 1:0 ins leere Tor einschob (16.).

2. Gruppenspiel: 1. FC Union Berlin – Hamburger SV 4:1

Da auch der HSV wenige Stunden später gegen Gladbach gewann und sich beide Teams damit schon vorab für das Halbfinale qualifizierten, ging es im zweiten Gruppenspiel nur noch um den Gruppensieg. Nach einem ausgeglichenen Beginn brachte erneut ein Freistoß die Führung für Union – Mariann Noack verwandelte direkt in der 4. Minute. Drei Minuten später erhöhte Charifi nach einer starken Drehung auf 2:0 (7.), ehe Mara Rückstieß in der 9. Minute zum 3:0 traf. Hamburg verkürzte zwar in der 12. Minute auf 3:1, doch Union-Keeperin Martha Segert verhinderte mit mehreren starken Paraden eine mögliche Aufholjagd. In einer Szene rettete auch die Latte für die U17-Juniorinnen. In der 18. Minute sorgte schließlich Colleen Henning nach einem Konter für den 4:1-Endstand.

Halbfinale: 1. FC Union Berlin – SGS Essen 3:2

Am Sonntagmorgen stand das Halbfinale gegen die SGS Essen an, die sich mit nur einem Punkt aus zwei Spielen für die Runde der letzten Vier qualifiziert hatte. Obwohl Union besser ins Spiel startete, ging Essen nach fünf Minuten in Führung. Die passende Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: Nach schnellem Umschaltspiel glich Henning in der 7. Minute aus. Union blieb in der Folge spielbestimmend und belohnte sich in der 10. Minute mit dem 2:1, als Charifi eine sehenswerte Kombination erfolgreich abschloss. Essen nutzte nur wenige Sekunden später allerdings eine Unaufmerksamkeit in der Union-Defensive zum Ausgleich (10.). Nichtsdestotrotz blieben die Rot-Weißen die spielbestimmende Mannschaft, während Essen vor allem auf Konter bedacht war. In der 13. Minute konnte Union nach einer weiteren starken Kombination durch Paula Reutter erneut in Führung gehen. In den verbleibenden Minuten vergab Union mehrere Chancen auf die Vorentscheidung, doch es blieb am Ende beim verdienten 3:2-Sieg.

Finale: 1. FC Union Berlin – Hamburger SV 2:1

Im Endspiel kam es zum Wiedersehen mit dem Hamburger SV, der sein Halbfinale mit 6:3 im Sechsmeterschießen gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewann. Union erwischte einen perfekten Start ins letzte Spiel des Turniers und ging nach nur zwei Minuten durch Eveline Tzatzo in Führung, die nach Vorarbeit von Charifi nur noch den Fuß hinhalten musste. Anschließend versuchte Union, die Partie mit der Führung im Rücken zu kontrollieren, was lange Zeit gut gelang. Zudem verhinderte Segert mit drei Glanzparaden den vorzeitigen Ausgleich und auch der Pfosten half den Unionerinnen einmal in höchster Not. In der 16. Spielminute war Unions Schlussfrau jedoch geschlagen, als der HSV nach einem Ballgewinn am eigenen Strafraum blitzschnell umschaltete und den durchaus verdienten Ausgleich erzielte. Einmal mehr zeigten sich die Eisernen davon jedoch unbeeindruckt und gingen nur zehn Sekunden nach dem Wiederanpfiff wieder durch Charifi in Führung, die das Leder nach Vorarbeit von Leonie Pelka aus spitzem Winkel eiskalt im Tor unterbrachte (17.). In den verbleibenden drei Minuten hatten die Köpenickerinnen erst durch Pelka die große Chance auf die Vorentscheidung zum 3:1, welche ungenutzt blieb, ehe Noack auf der Gegenseite 38 Sekunden vor dem Schluss das Leder wenige Zentimeter vor der Linie für Union klärte. Letztendlich konnten die U17-Juniorinnen den knappen Sieg am Ende über die Zeit bringen.

Nach dem Schlusspfiff wurde der Erfolg ausgelassen gefeiert und der Pokal von Kapitänin Pelka entgegengenommen. Zusätzlich wurde Caroline Althaus, die gegen Gladbach und Essen zwischen den Pfosten stand, als Torhüterin des Turniers ausgezeichnet. Für die U17-Juniorinnen ist es nach den Erfolgen im DFB-Pokal der nächste Höhepunkt einer bislang überragenden Saison.

„Dieser Titel ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Auch wenn nicht alle Spielerinnen heute dabei sein konnten, gehört dieser Erfolg der gesamten Mannschaft. Jede Einzelne hat ihren Anteil daran, dass wir diesen Weg bis zum Titel gehen konnten. Wir haben uns von Turnier zu Turnier gesteigert. Auch wenn wir nicht als Favorit nach Duisburg gefahren sind, haben wir jedes Spiel gewonnen und sind am Ende verdienter Sieger. Wir sind unglaublich stolz auf das Team und die Entwicklung, die wir gemeinsam gemacht haben“, erklärte Trainer Robert Fischer stolz nach dem Titelgewinn.

U23-Mannschaft landet auf Platz 5

Auch die U23-Frauenmannschaft hatte sich durch den NOFV-Titel im Februar für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. In der Gruppenphase traf sie am Sonnabend auf den SV Elversberg und UFC Münster.

1. Gruppenspiel: 1. FC Union Berlin – SV Elversberg 0:1

In einer weitestgehend ausgeglichenen Partie erzielte Elversberg nach einer kurzen Drangphase in der 7. Minute den einzigen Treffer des Spiels. Die U23 versuchte im Anschluss, die passende Antwort zu finden und hatte hohe Ballbesitzanteile, fand gegen den tiefstehenden Block der Saarländerinnen jedoch kein Durchkommen. Elversberg lauerte auf Konter und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.

2. Gruppenspiel: 1. FC Union Berlin – UFC Münster 0:3

Weil sich Elversberg auch im zweiten Spiel mit 2:0 gegen den UFC Münster durchsetzte, hätte den Unionerinnen für den Einzug ins Halbfinale bereits ein Unentschieden gereicht. Schon nach zehn Sekunden kassierten die Köpenickerinnen jedoch einen Rückschlag und gerieten nach einem Distanzschuss in Rückstand. Münster überließ Union anschließend den Ball, doch im Angriffsspiel fehlte es den Rot-Weißen an Kreativität, um Torchancen zu erspielen. Stattdessen konterte Münster die Eisernen in der 9. Minute gnadenlos aus und entschied schließlich in der 13. Minute mit dem Treffer zum 0:3 per Hacke die Partie. Für Union sollte es somit am Sonntag im Platzierungsspiel nur noch um Platz 5 gehen, während sich Münster am Folgetag sogar den Meistertitel sichern sollte.

Spiel um Platz 5: 1. FC Union Berlin – TSV Frommern-Dürrwangen 6:2

Nach dem torlosen Auftritt am Sonnabend hatte die U23 im abschließenden Spiel des Turniers merklich Wut im Bauch und legte einen furiosen Auftritt hin. Nach nur fünf Sekunden erzielte Megan Reichenbach den ersten Turniertreffer für die U23, als sie nach dem Anstoß einfach in Richtung gegnerisches Tor lief und trocken ins lange Eck abschloss. Binnen drei Minuten legte Union dann direkt drei weitere Treffer nach: Erst erhöhte Hannah Kratz auf 2:0, dann trafen auch Marike Laidler und Carolin Hamann für die Köpenickerinnen (5./7./8.). Auf den Anschlusstreffer des TSV in der 9. Minute antwortete Louisa Kähler nur eine Minute später mit dem 5:1. Den fünften Treffer in nur sieben Minuten erzielte Pauline Gericke in der 12. Minute. Union schoss sich den Frust von der Seele und nahm erst nach dem 6:1 etwas den Fuß vom Gas. So konnte Frommern-Dürrwangen kurz vor Schluss noch etwas Ergebniskosmetik mit dem Treffer zum 6:2 betreiben (18.).

„Mit etwas mehr Losglück wäre vielleicht mehr möglich gewesen. Dennoch war es eine tolle Erfahrung für uns als Mannschaft. Am Ende haben zwei starke Spiele nicht gereicht, da wir in der entscheidenden Partie um den Einzug ins Halbfinale nicht unser bestes Spiel auf das Parkett bekommen haben“, lautete das Fazit zum Wochenende von Trainerin Anja Matthes.