U23-Frauen siegen mit 2:0 gegen Potsdam II
Heimsieg im Duell der Zweitvertretungen:

Die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin haben im Heimspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II den ersten Rückrundensieg in der Regionalliga Nordost eingefahren. Beim 2:0-Erfolg sorgten Hannah Kratz (11.) und Megan Reichenbach (13.) mit einem Doppelschlag für die Halbzeitführung. Im torlosen zweiten Durchgang brachten die Unionerinnen das Ergebnis über die Zeit.
1. FC Union Berlin U23: S. Schulz – Wendling, Stibal, Gericke, Mahlau – Kratz, Hamann (81. Krauss) – Reichenbach (68. Ahlswede), Laidler, Kähler (89. Stöckert) – Weihmann
1. FFC Turbine Potsdam II: Lergenmüller – Krumbholz, Stritzke, Dommasch, Gärtner (72. Helmke) - Enderle, Pantel (72. Bobbe), Mori (42. Uhlig), Hoppe – Lüdecke, Bibossynova
Zuschauer: 55
Tore: 1:0 Kratz (11.), 2:0 Reichenbach (13.)
FCU-Doppelschlag von Kratz und Reichenbach
Im Trainingszentrum Oberspree versuchten beide Mannschaften mit spielerischen Mitteln von hinten heraus zum Erfolg zu kommen. In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte Turbine bereits nach zwei Minuten eine gute Chance: Nach einem Einwurf versuchte es Amina Bibossynova zunächst mit einem ungefährlichen Distanzschuss, der von Vivien Stibal so abgefälscht wurde, dass er Amelie Hoppe vor die Füße fiel, die aus guter Position verzog.
Der FCU kam nach elf Minuten zu seiner ersten großen Chance, die auch gleich zur Führung führen sollte. Ein Eckball segelte an allen Spielerinnen vorbei auf die andere Seite, von wo aus eine Flanke in den Strafraum flog. Eine Union-Spielerin kam im Strafraumgetümmel vor Torhüterin Lergenmüller an den Ball und brachte Hannah Kratz ins Spiel, die aus kurzer Distanz ins Tor traf. Dieses Erfolgserlebnis gab den Unionerinnen zusätzliches Selbstvertrauen, nachdem sie unter der Woche den Einzug ins Landespokalfinale (ab 2. Frauen) gefeiert hatten.
Zwei Minuten nach dem Führungstreffer folgte der zweite Streich: Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Potsdamerinnen leitete Louisa Kähler auf Sandra Weihmann weiter, die Megan Reichenbach auf die Reise schickte. Unions Nummer sieben behielt halbrechts vor dem Tor die Nerven und schob zum 2:0 ein.
Nach 24 Zeigerumdrehungen waren erneut Kähler und Reichenbach beteiligt und hätten beinahe für den dritten Treffer gesorgt. Kähler spielte von der Mittellinie einen tollen Diagonalball auf Reichenbach, die an der herauslaufenden Lergenmüller scheiterte. Zuvor war auch Kratz mit einem Distanzschuss an der Torhüterin gescheitert. Danach beruhigte sich die Begegnung vorerst und weitere Torraumszenen blieben aus. Potsdam versuchte es in der 39. Minute mit einem Heber über die hochstehende Sherly Schulz, die mit dem Versuch aber keine Probleme hatte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff versuchte es Hannah Kratz noch einmal mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der diesmal knapp das Tor verfehlte.
Unionerinnen verteidigen und verwalten Sieg über die Zeit
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste aus Brandenburg immer mehr die Rot-Weißen beim Aufbau zu pressen. Dies gelang jedoch nur selten, da sich die Unionerinnen immer wieder befreien konnten. Insgesamt sahen die Zuschauer im zweiten Spielabschnitt zwei Mannschaften, die sich weitestgehend neutralisierten. Potsdam versuchte aufgrund des Rückstandes zwar mehr, aber häufig ohne gefährlich zu werden.
In der 55. Minute versuchte es die eingewechselte Felicitas Uhlig nach einer Freistoßflanke mit einem Schuss, der das Ziel verfehlte. Vier Minuten später die beste Chance für die zweite Mannschaft von Turbine: Kapitänin Hoppe wurde mit einem Doppelpass in den Lauf freigespielt und lief auf den FCU-Kasten zu. Sherly Schulz verkürzte geschickt den Winkel und parierte stark zur Ecke. Union wurde in der zweiten Halbzeit nur noch durch Standardsituationen gefährlich. In der 76. und 79. Minute kam Sandra Weihmann jeweils zu kleineren Chancen, die aber keine Gefahr darstellten.
Eine echte Schlussoffensive des 1. FFC Turbine Potsdam II blieb aus. Union verteidigte die Angriffsbemühungen meist souverän. Bibossynova versuchte es fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit nach einem Ballgewinn mit einem Distanzschuss aus 18 Metern, verfehlte das Tor aber knapp. Die Stürmerin hatte auch die letzte Chance des Spiels auf dem Fuß. Über die linke Seite wurde Potsdams Nummer 6 freigespielt, scheiterte aber aus der Drehung an Schulz. Kurz darauf beendete Schiedsrichterin Lisa-Marie Huth die Partie.
Durch den 2:0-Heimsieg überholen die U23-Frauen in der Regionalliga Nordost die Zweitvertretung von Turbine Potsdam in der Tabelle und klettern auf den 6. Tabellenplatz. Mit 20 Punkten sind die Unionerinnen auch punktgleich mit dem 1. FFV Erfurt auf Platz 5. Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem der FC Hansa Rostock steht, beträgt neun Punkte.
Stimme zum Spiel
„Die Mannschaft hat alles, was besprochen wurde, mit viel Einsatz umgesetzt. Mit den zwei Toren in Folge haben wir uns Sicherheit geholt, die wir das ganze Spiel über beibehalten haben. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, auf die wir sehr stolz sind“, lautete das Fazit von Trainerin Anja Matthes.
Ausblick
Am kommenden Sonntag, dem 06.04.2025, sind die U23-Frauen um 14 Uhr beim FC Hansa Rostock zu Gast. Das Aufsteigerduell der Regionalliga-Nordost findet im Volksstadion (Trotzenburger Weg 14, 18057, Rostock) statt.